Studie der GGL und des Blockchain Research Lab bestätigt Dominanz lizenzierter Plattformen im deutschen Online-Glücksspiel
Devon Frank · Jul 8, 2026

Studie der GGL und des Blockchain Research Lab bestätigt Dominanz lizenzierter Plattformen im deutschen Online-Glücksspiel

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat gemeinsam mit dem Blockchain Research Lab eine umfassende Untersuchung zum Marktanteil legaler und illegaler Online-Glücksspielangebote in Deutschland für das Jahr 2024 durchgeführt und die Ergebnisse dieser Erhebung unter 2000 Nutzern veröffentlicht. Die Daten zeigen, dass 77,03 Prozent der Einsätze bei Online-Glücksspielen einschließlich Casino-Spielen wie Roulette auf lizenzierte Anbieter entfallen, während der illegale Markt etwa 22,97 Prozent oder 547 Millionen Euro ausmacht. Beobachter notieren, dass zahlreiche illegale Seiten zwar existieren, die tatsächliche Spieleraktivität jedoch überwiegend auf regulierten Plattformen stattfindet.
Die Erhebung unterstützt die laufenden Bemühungen der GGL um eine strengere Durchsetzung bestehender Regelungen im Vorfeld der Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags im Jahr 2026. Forscher des Blockchain Research Lab haben die Zahlen ausgewertet und dabei festgestellt, dass der Anteil legaler Anbieter trotz der Präsenz nicht lizenzierter Angebote deutlich überwiegt. Diese Verteilung ergibt sich aus der Analyse von Nutzerverhalten und Transaktionsvolumina über das gesamte Jahr 2024 hinweg.
Details zur Erhebung und methodische Grundlage
Die Befragung von 2000 Nutzern bildet die Grundlage für die ermittelten Prozentsätze, wobei die Auswertung sowohl Einsatzvolumina als auch die Präferenzen der Spieler berücksichtigt. Experten haben beobachtet, dass die Mehrheit der Aktivitäten auf Plattformen konzentriert ist, die den Vorgaben der GGL entsprechen. Die Studie hebt hervor, dass der illegale Sektor mit 547 Millionen Euro zwar ein relevantes Volumen erreicht, jedoch hinter dem legalen Markt zurückbleibt. Weitere Analysen zeigen, dass Nutzer häufig zwischen Angeboten wechseln, die Mehrheit jedoch bei lizenzierten Betreibern verbleibt.
Die methodische Vorgehensweise umfasste eine Kombination aus Nutzerbefragungen und Datenanalysen, die vom Blockchain Research Lab validiert wurden. Diese Herangehensweise ermöglicht eine differenzierte Betrachtung des Marktes, bei der sowohl legale als auch illegale Aktivitäten erfasst werden konnten. Die Ergebnisse decken sich mit früheren Beobachtungen der GGL, wonach regulierte Angebote zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Auswirkungen auf die Regulierung und den Glücksspielstaatsvertrag
Die Studienergebnisse fließen direkt in die Vorbereitungen der GGL für die Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags ein, die für 2026 angesetzt ist. Beamte der Behörde planen auf Basis dieser Daten eine Verschärfung der Durchsetzungsmaßnahmen, um den Anteil illegaler Angebote weiter zu reduzieren. Forscher haben festgestellt, dass eine solche Strategie auf den vorliegenden Zahlen aufbaut und die bestehenden Rahmenbedingungen stärkt, anstatt sie zu lockern. Die Erhebung liefert somit eine faktenbasierte Grundlage für politische Entscheidungen im Sommer 2026 und darüber hinaus.
Die GGL hat bereits angekündigt, die Erkenntnisse in ihre laufenden Kontrollaktivitäten einzubeziehen. Dabei werden illegale Plattformen gezielt überwacht, während legale Anbieter weiterhin den Vorgaben entsprechen müssen. Die Studie zeigt zudem, dass Spieler trotz der Verfügbarkeit illegaler Alternativen bevorzugt auf regulierte Seiten zugreifen, was die Wirksamkeit der bestehenden Lizenzierung unterstreicht.

Vergleich mit früheren Marktentwicklungen
Frühere Erhebungen der GGL hatten bereits Trends hin zu einer stärkeren Nutzung lizenzierter Angebote identifiziert, die sich in der aktuellen Studie bestätigen. Die Zahlen für 2024 mit 77,03 Prozent legalen Einsätzen und 22,97 Prozent illegalen Aktivitäten im Wert von 547 Millionen Euro markieren einen weiteren Schritt in dieser Entwicklung. Das Blockchain Research Lab hat die Daten so aufbereitet, dass ein direkter Vergleich mit vorangegangenen Jahren möglich wird, ohne dass wesentliche Abweichungen im Nutzerverhalten auftreten.
Die Präsenz illegaler Angebote bleibt bestehen, doch die Studie verdeutlicht, dass deren Marktanteil begrenzt ist. Nutzerbefragungen ergaben, dass viele Spieler die Vorteile regulierter Plattformen schätzen, darunter Sicherheitsstandards und rechtliche Absicherung. Diese Erkenntnisse unterstützen die Position der GGL, die bestehenden Regeln konsequent anzuwenden und nicht zu lockern.
Schlussfolgerungen aus der Untersuchung
Die Studie der GGL und des Blockchain Research Lab liefert klare Indikatoren für die zukünftige Ausrichtung der Glücksspielregulierung in Deutschland. Mit dem Fokus auf strengere Durchsetzung vor der Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags im Jahr 2026 positioniert sich die Behörde auf Grundlage der ermittelten Marktanteile. Die Daten aus der Befragung von 2000 Nutzern zeigen, dass der legale Markt dominiert, während der illegale Sektor mit 547 Millionen Euro einen nachgeordneten Stellenwert einnimmt. Weitere Auswertungen werden folgen, um die Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen.